Amplitude
Mit Amplitude habe ich ein modulares Regalsystem entworfen, dessen Boxen sich immer wieder neu anordnen lassen und so Nutzung und Erscheinungsbild des Regals verändern.

Projektkontext
Amplitude entstand als meine Diplomarbeit im Produktdesign an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
- Hochschule
- Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
- Rolle
- Produktdesignerin
- Zeitraum
- 2009
- Umfang
- Regalsystem mit Grundregal und Boxen in sechs Formaten
- Tools
- Cinema 4D, Vectorworks
Die Aufgabe
Regale sind meist statisch, mit festgelegten Fächern, Rastern und Proportionen. Mich interessierte das Gegenteil, ein Möbel, das sich im Laufe der Zeit an seinen Inhalt, seine Umgebung und unterschiedliche Nutzungsweisen anpassen kann. Daraus entstand ein reduziertes Grundregal, dessen Form und Charakter durch bewegliche Boxen bestimmt werden.
Ergebnis
- Die Boxen werden auf die Regalböden geschoben und lassen sich stehend oder hängend anordnen.
- Jede Anordnung verändert die Silhouette des Regals und verleiht ihm einen skulpturalen Charakter, mal ruhig und kompakt, mal offen und asymmetrisch.
- Die Gestaltung setzt sich auf der Rückseite fort, sodass Amplitude frei im Raum stehen und von beiden Seiten genutzt und betrachtet werden kann.
- Die Boxen sind nicht an das Regal gebunden. Sie lassen sich ebenso auf Tischplatten oder Sideboards schieben und dort als eigenständige Objekte nutzen.
- Zwei gebaute Prototypen zeigten das System im tatsächlichen Gebrauch mit Büchern und Geschirr.



Meine Rolle
Ich entwickelte Konzept und Konstruktion von Amplitude mit besonderem Fokus auf die modularen Boxen. Die zentrale Herausforderung lag in ihrer Befestigung am Regal, der stehenden und hängenden Nutzung sowie der Übertragung des Prinzips auf sechs Boxformate. Die Konstruktion testete ich zunächst an einer Box in Originalgröße, bevor ich die beiden vollständigen Prototypen baute. Unterstützt wurde das Projekt von Industrieunternehmen, die Holz, Farben, Klebstoffe und Beschläge bereitstellten.